Literatur und Bildende Kunst

Künstler des Surrealismus

Begegnung mit Künstlern des Surrealismusin Bildern und Texten

Plakat-Surrealismus-SW.jpg

Präsentiert von Petra Schwerdtner, Kunsthistorikerin, und Dr. Adolf Fink, Germanist, auf der Galerie der Stadtbücherei Oberursel, am Marktplatz. Beginn Donnerstags, 19:30 Uhr

Eintritt: Jeweils 8 Euro, ermäßigt 5 Euro oder alle 3 Veranstaltungen zum Preis von 2

Veranstalter: Kulturkreis Oberursel e.V.
und Kultur- und Sportförderverein Oberursel e.V.

Salvador Dali (1904–1989)

Dieser spanische Maler wird als der bedeutendste Vertreter des Surrealismus angesehen. Die Amerikaner bezeichneten ihn als „Mister Surrealism“. Sein vermutlich erstes surrealistisches Werk malte er 1928 in Paris, wo er Mitglied der surrealistischen Gruppe wurde. Dalis surrealistische Bilder zeichnen sich durch extrem naturalistische Malweise in Verbindung mit phantastisch-bizarr-irrationaler Thematik aus. Wesentliche Elemente seiner Kunst – Provokation und Schock – prägten auch sein persönliches Verhalten. Das Schreiben war für Salvador Dali ebenso wichtig wie das Malen. „Mit sieben wollte ich Napoleon sein“ heißt es in seiner Autobiographie.

14.10.2010, 19:30 Uhr, Stadtbücherei (Galerie) Oberursel am Marktplatz

René Magritte (1898–1967)

Magritte stammt aus Belgien und studierte an der Kunstakademie in Brüssel. In Paris 1924/25 entwickelte er mit Freunden ein surrealistisches Programm. Neben Salvador Dali und Max Ernst wurde er zu einem der Hauptvertreter des Surrealismus. Die von ihm entwickelte „Grammatik des Sehens“ zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass er Dinge der realen Welt zu verfremdeten Kompositionen zusammenfasste. Seine Bilder leben vom Gegensatz zwischen formaler Repräsentation und inhaltlicher Aussage. Auch die Bildtitel benutzte er als Mittel der Verfremdung. Starken Einfluss auf sein Werk hatte der Schriftsteller Edgar Allan Poe.

21.10.2010, 19:30 Uhr, Stadtbücherei (Galerie) Oberursel am Marktplatz

Marc Chagall (1887–1985)

Chagall stammt aus einer einfachen jüdischen Familie in Russland, wo er auch an einer Kunstakademie studierte. Ein Stipendium erlaubte es ihm, 1910 nach Paris zu reisen, wo er mit Begeisterung Anregungen des Kubismus und Orphismus aufnahm. Chagall entwickelte seinen eigenen Stil, der von großer Ausdruckskraft der Farben geprägt war. Seine Bilder zeigen phantastische, schwebende Gestalten, die losgelöst vom Bildgrund die perspektivische Räumlichkeit aufheben. Seine Kollegen nannten Chagall „le Poète“, weil er zeitlebens Prosa und Gedichte schrieb. In den „Spuren eines Engels“ finden sich Kindheitserinnerungen seines Sohnes David.

28.10.2010, 19:30 Uhr, Stadtbücherei (Galerie) Oberursel am Marktplatz

Veranstaltungsprogramm

Kurzlinks